Adresse

Unterloiben 7, 3601 Dürnstein
Anfahrt

Öffnungszeiten

11.30 - 24.00 | Küche 11.30 - 21.00 Uhr
Ruhetag: Montag und Dienstag
An Feiertagen geöffnet

„Sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet“

Bewertung aus GAULT MILLAU Österreich 2014.

Wachau

"Weinbau seit eineinhalb Jahrtausenden"

Die Geschichte der Wachau ist naturgemäß auch weitgehend mit der Geschichte des Weinbaus ident. Der Name „Wachau“ geht auf die Bezeichnung eines Grundbesitzes des bayerischen Stifts Niederalteich im Raum Spitz zurück und wird erstmals im Jahr 830 in einer Karolingerurkunde erwähnt. Zu dieser Zeit war der Weinbau bereits im Donautal flussabwärts von Melk heimisch: Die Lebensbeschreibung des heiligen Severin, die von seinem Schüler Eugippius im Jahr 511 verfasst wurde, berichtet, dass sich der Heilige in eine entlegene Klause zurückzog, die "An den Weingärten" hieß. Severin lebte um 470 in der Nähe des römischen Castells Favianis, dem heutigen Mautern.

791 lagerte Karl der Große, als er zur siegreichen Entscheidungsschlacht gegen die Awaren zog, mit seinem Heer in der Wachau. Das neu erworbene Gebiet ostwärts der Enns galt als Königsgut. Das karolingische Siedlungswerk konnte beginnen. Mit der Vernichtung des Bayrischen Heerbannes durch die Ungarn in der Pressburger Schlacht vom Jahr 907 fiel das Land unter der Enns für wenige Jahrzehnte an die Magyaren. Mit dem Sieg Ottos I. auf dem Lechfeld am Laurentiustag des Jahres 955 setzte eine politische Gegenbewegung ein, die zur Grundlage der kontinuierlichen Weiterentwicklung wurde: Die alten Besitztitel aus der Karolingerzeit lebten wieder auf. 962 wurde Otto I. zum ersten Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation gekrönt. 976 wird der erste Babenberger mit der Grenzmark im Osten belehnt. 1156 wird aus der bayrischen Grenzmark das Herzogtum Österreich. 1285 wird Leuthold I. von Kuenring "oberster Schenk in Österreich".

"Wer im Loibnerhof unter alten Apfelbäumen oder in den gediegenen ländlichen Stuben Platz nimmt und aus der umfangreichen Karte das eine oder andere probiert, rückt der Wachau im Herzen ein Stück näher."

Bewertung aus GAULT MILLAU Österreich 2011.

Weltkulturerbe Wachau

Was verbindet die Pyramiden von Gizeh, die Chinesische Mauer, das Taj Mahal in Indien, Schloss Schönbrunn, die „Ghega – Bahn“ über den Semmering und die Wachau? Sie alle gehören einem exklusiven „Club“ an, dessen jüngstes Mitglied die Wachau ist: Die Landschaft am weltberühmten Donaustrom wurde zum Weltkulturerbe erklärt.

"Kulturerbe“ sind laut der von der Generalkonferenz der UN-Kulturorganisation Unesco 1972 beschlossenen „Welterbekonvention“  Werke der Architektur, Großplastiken, Monumentalmalereien, Objekte oder archäologische  Fundstücke, Gruppen einzelner oder verbundener Gebäude sowie Werke von Menschenhand oder gemeinsame Werke von Natur und Mensch, wenn sie aus geschichtlichen, ästhetischen, ethnologischen oder anthropologischen Gründen von außergewöhnlichem universellen Wert sind.
Niederösterreich hat damit neben der 1998 zum Weltkulturerbe ernannten „Ghega – Bahn“ (benannt nach dem Erbauer Karl Ritter von Ghega) über den Semmering ein zweites Weltkulturerbe, die damit beide Anspruch auf besondere Pflege und Sorgfalt haben.
Die Wachau, eine auch vom Europarat ausgezeichnete und geschützte Landschaft, ist durch die jahrtausendelange Besiedlung entlang der Donau zu einem Zentralraum Europas geworden. Über die Jahrhunderte hinweg war die Donau nicht nur ein Transportweg vieler Kreuzfahrer und Pilgergruppen, sondern auch ein wichtiger Handelsweg zwischen West und Ost.
Heute stellt die Wachau den Höhepunkt einer Urlaubsreise entlang der Donau dar, ob mit dem Rad entlang des berühmten Donauradwegs, mit dem Schiff oder dem Auto. Die Landschaft der Wachau mit ihren kulturellen und kulinarischen Glanzlichtern ist zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Urlaubsziel.

Das Klima der Wachau

Die Wachau liegt im Einflussbereich verschiedener Klimazonen: Westlich-atlantische Luftmassen treffen auf warme, kontinentale Klimaströme, die von Osten aus der pannonischen Tiefebene einfließen. Ihr Kontinentalcharakter (heiße, trockene Sommer - strenge Winter) wird durch die temperaturausgleichende Wirkung der Donau gemildert. Die große Wasseroberfläche reflektiert außerdem das Sonnenlicht und fördert die Zuckerbildung in der Traube durch Photosynthese. Kleinklimatische Faktoren, z.B. die kühlen Fallwinde und die würzige Waldluft von Norden, verstärken die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht besonders in den Wochen vor der Ernte (September/ Oktober) und fördern die Aromabildung. Die "kühle" Frucht und die Exotik der Wachauer Weine ist das Resultat aus diesem speziellen Klima-Mix. Die Jahresniederschlagsmenge in der Wachau von weniger als 500 mm fällt meist in Form von Gewitterregen im Sommer und kann dadurch vom Boden schlecht aufgenommen werden, was in den trockenen Berglagen eine künstliche Beregnung erforderlich macht.

Historisches aus Loiben

Der Ort Loiben besteht aus den beiden Dörfern Unter- und Oberloiben. Die architektonisch höchst interessante Pfarrkirche in Unterloiben, die dem Hl. Quirin geweiht ist, ist eine Verbindung aus zwei einschiffigen gotischen Bauwerken. Der Hochaltar stammt von Martin Johann Schmidt.

In der Ebene von Loiben besiegten am 11. 11. 1805 die österreichischen und russischen Truppen das napoleonische Heer, das nach Wien vorrückte. Zum Gedenken an diese Schlacht wurde ein monumentales Denkmal errichtet, das Franzosendenkmal.